Paul Verlaine war ein einflussreicher französischer Dichter des 19. Jahrhunderts, der oft mit der literarischen Bewegung des Symbolismus in Verbindung gebracht wird. Geboren am 30. März 1844 in Metz, Frankreich, wurde Verlaine vor allem durch seine melodischen Gedichte und seinen persönlichen, oft schmerzvollen lyrischen Stil bekannt.
Verlaines Leben war von persönlichen Dramen und Schwierigkeiten geprägt. Er war für seine turbulenten Beziehungen und seinen exzessiven Lebensstil bekannt, zu dem auch ein starker Alkoholkonsum gehörte. Absinthe, ein hochprozentiges, aromatisches Spirituose, spielte dabei eine signifikante Rolle. Im Paris des 19. Jahrhunderts war Absinthe sehr beliebt, insbesondere unter Künstlern und Schriftstellern, die glaubten, dass es ihre Kreativität anregt. Verlaine war einer der berüchtigten Konsumenten von Absinthe und erwähnte den Alkohol auch in einigen seiner Werke. Der exzessive Genuss von Absinthe und anderen Alkoholika hatte jedoch negative Auswirkungen auf seine Gesundheit und sein soziales Leben.
Verlaines literarischer Beitrag ist bemerkenswert. Er schrieb eine Vielzahl von Gedichten, die für ihre musikalische Qualität und emotionale Tiefe geschätzt werden. Einige seiner bekanntesten Werke sind „Romances sans paroles“ und „Fêtes galantes“. Er war auch ein Teil des sogenannten „Parnasse“ und beeinflusste später die symbolistische Bewegung, die wiederum eine Generation von Dichtern wie Arthur Rimbaud und Stéphane Mallarmé prägte. Seine Beziehung zu Rimbaud war besonders bekannt; sie war sowohl tief als auch stürmisch und führte zu einigen der inspiriertesten und auch destruktivsten Perioden in beider Leben.
Verlaine starb am 8. Januar 1896 in Paris. Trotz seines oft chaotischen Lebens hinterliess er einen unvergesslichen Eindruck in der französischen Literatur und wird noch heute als einer der grössten Dichter Frankreichs betrachtet.
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